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Portugals Norden. Oder: Von einer, die auszog, das Surfen zu lernen

 

"Nein, es kommt beim Surfen gar nicht auf Kraft an" erklärt Max.

Max ist unser Surflehrer, und bei ihm sieht alles ganz leicht aus. 

Allerdings protestieren meine Armmuskeln bei seinen Worten massiv.  

 

Wir sind in Moledo - im Norden Portugals. Porto ist ca. eine Stunde entfernt und die spanische Grenze nur einen Katzensprung. 

Moledo ist ein sehr ruhiges Örtchen. Mit einer Handvoll Restaurants und ein paar Lebensmittelgeschäften. 

Hier ist der Atlantik der Star. Mit seinen Wellen, seinem Wind und seiner traumhaften Sonnenuntergangskulisse.

 

 

Wellen und Wind sind auch der Grund, weshalb sich Timo hier mit seiner Surfschule "All you can Surf" niedergelassen hat.

Kiten, Wellenreiten, SUP (Stand-up-Paddeln) - alles haben er und seine Jungs & Mädels im Programm.

Und ich muss sagen, dass ich mich als Anfänger extrem gut betreut gefühlt habe.

 

Wer halbwegs mit einem Lenkdrachen klarkommt, hat schon mal einen super Einstieg ins Kiten. Denn im Steuern liegt die halbe Miete. Als wir uns in der Schnupper-Lesson hiermit durchs Wasser ziehen lassen, geht im wahrsten Sinne des Wortes schon die Post ab, und man merkt, welche Power hier am Werk ist.

 

Wir wollen vor allem ins Wellenreiten einsteigen. Um das Fazit vorwegzunehmen:

Es macht unglaublich Spaß! Nach drei Tagen schaffen es die meisten von unserer Vierer-Anfänger-Gruppe schon auf dem Brett zu stehen und die Wellen mitzunehmen.

Ok, ich gehörte nicht dazu. Aber ich war ganz kurz davor!!!

Dafür weiß ich zumindest schon, wie man grüne Wellen anpaddelt und kann mich unglaublich gut vom Weißwasser mitnehmen lassen. 

Nach Board-Tragen und jeder Menge paddeln, muss halt noch ein bisschen Kraft fürs Aufstehen übrig bleiben. Zum Glück kann man die Technik hierfür auch gut an Land üben.

 

 

Abends gibt es nichts Schöneres, als den unglaublich farbintensiven Sonnenuntergang bei einem Glas Vinho Verde zu beobachten.

Und sich dann Portugals kulinarischen Highlights zu widmen. Besonders empfehlen können wir das "La Palma" am linken Ende der Strandpromenade. Hier sind sehr viele Einheimische, und die Karte wird jeden Tag nach den Fängen des Tages gestaltet.

Nationalpark Peneda-Geres

Im Inland des Nordens findet sich auch Portugals einziger Nationalpark.

Er bietet jede Menge Wanderwege, natürliche Quellen und einen Einblick in die Geschichte. So gibt es noch Burgruinen und eine Vielzahl alter Maisspeicher zu sehen. Eine wilde Ponyherde zieht im Park umher, und mit etwas Glück kann man ihr beim Wandern begegnen. Von Moldedo fährt man ein bis zwei Stunden - je nach Startpunkt der Wanderung.

Fazit

 

Vier Tage Surfkurs sind nicht viel, haben aber einen guten Eindruck der Grundtechniken vermittelt. Die Preise sind super-fair, und durch die Nähe zu Porto ist man auch von Deutschland aus schnell hier.

Und irgendwann werde ich dann auch einmal in der Bucht vor Honolulu auf die perfekte Welle warten...

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Kommentare: 3
  • #1

    Markus (Montag, 19 Dezember 2016 12:45)

    Ahhhh, Sommer! Herrlich! Und wenn ich mir bei einer Sache sicher sein kann, dann das ich nach dem anschauen Deiner Beiträge fernweh bekomm und mir das schöne Wetter herbeisehne... So viel schönes blau am Himmel... Hach ja.... ;-)

  • #2

    Tabitha (Sonntag, 15 Januar 2017 11:15)

    @Markus: Nur noch ein halbes Jahr bis hier wieder Sommer ist ;-) Zum Glück sind so schöne Ziele gar nicht so weit weg...

  • #3

    Paleica (Montag, 16 Januar 2017 08:36)

    ach, portugal. ein wundervolles lang - und das hört sich echt toll an.