Nepal

Nepal: Trekking im Annapurna-Gebirge

 

Nepal = Lächelnde Gesichter, Achttausender, Erschöpfung und Glück.

 

Im Annapurna-Gebirge liegt der Aussichtspunkt Pool Hill auf ca. 3.200 m. Hier den Sonnenaufgang zu erleben, ist das große Ziel unseres fünftägigen Trekkings. Diesen bekommt man allerdings nicht geschenkt: Aufstehen um 4h früh, steiler Aufstieg im Dunkeln und dann Warten auf das erste Licht bei minus 10 Grad.

 

Daneben bekommen wir einen zauberhaften Einblick in das Leben hier.

Und kommen in verschiedener Hinsicht an unsere Grenzen: Trinkfestigkeit, Kondition bei Höhenluft, Kälte und Hygiene.

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Mit den Händen essen: Dal Bhat in Nepal

Dal Bhat
Dal Bhat

Bei extremer körperlicher Anstrengung kommt dem Essen eine ganz besondere Bedeutung zu. Es baut wieder auf, gibt Kraft und es tröstet. So erging es mir zumindest mit den Schoko-Müsli-Riegeln auf den Trekking-Pfaden. Diese vertraute Süße suggerierte mir "Alles wird gut". 

 

Auf unserer Trekkingtour durch das Anapurna Massiv im Himalaya waren wir natürlich auch gespannt auf die Verpflegung in den einfachen Unterkünften. Die Nepalis haben diese Trekkingstrecke allerdings bereits geschickt auf die Touristen abgestimmt. Es gibt wenig exotisches hier: hauptsächlich Nudel- oder Reisgerichte mit Hünchenfleisch in verschiedenen Ausführungen. Morgens fast "Europäisches Frühstück" - wenn das Rührei nicht so derartig gezuckert gewesen wäre, hätte man es sogar essen können. So blieb es bei Müsli mit warmer Milch. 

 

Die Nepalis selbst jedoch hielten sich die meiste Zeit - also auch morgens - an Dal Bhat. Jeder von ihnen hatte dann einen großen Metallteller auf den Knien und aß das Nationalgericht. Hierbei handelt es sich um eine große Portion festen Reis (Bhat) dazu gibt es eine dickflüssige Linsensoße (Dal). Zusätzlich gibt es noch ein Gemüse der Daison und im Idealfall Hühnchenfleisch in einer scharfen Soße dazu.

 

 

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Kathmandu

Geschichtsträchtig, chaotisch, aufregend, versmogt, lebendig, farbenfroh...

Kathmandu ist schwer zu beschreiben. 

 

Die Straßen, sogar die Hauptverkehrswege, sind die schlimmsten, die ich je gesehen habe. Mit riesigen Schlaglöchern - eins neben dem anderen.

Auf der anderen Seite fällt die Freundlichkeit der Menschen sofort ins Auge. Kathmandu strotzt vor Kulturreichtum. 

Zentrum der Stadt ist der Durbar Square. Hier findet man hinduistische und buddhistische Tempel und den alten Königspalast. Dorthin führen Straßen, die ein großer, bunter Markt sind; es wird einfach alles verkauft. 

Wir haben Glück, da wir direkt am ersten Tag des wichtigsten Festes in Nepal, des Dashain, angekommen sind. Die Stadt ist brechend voll, die Menschen gut gelaunt, es wird gehandelt und gelacht, und wir können die Prozessionen der Feierlichkeiten verfolgen.

 

 

Wir besichtigen die große Stupa Boudha, in dem die Mönche in ihren roten Gewändern die Gebetsmühlen drehen, um ihr Karma zu verbessern. Das Meer der bunten Gebetsfahnen um die Stupa herum schafft ein beeindruckendes, spirituelles aber fröhliches Bild, an das wir uns gerne erinnern.

 

Wir feilschen mit den Händlern um warme Pullover, Handschuhe und Mützen für unsere Wanderung ein paar Tage später. Wir erleben die Nepalesen als sehr freundlich und aufgeschlossenes Volk. Trotz Armut spürt man hier Geschäftigkeit und Aufbruchstimmung.

 

Mount Everest

Wenn man schon so nahe am Dach der Welt ist, dort aber nicht hinaufklettern will, dann empfiehlt sich ein Flug dorthin. Diese Option wählen auch wir. Wir fliegen in sicherer Entfernung an der Bergkette des Himalaya entlang und haben Glück: keine Wolken, klare Sicht, wunderschönes Panorama. Wir sehen viele Achttausender bis endlich der Blick auf den Mt. Everest frei wird. So nahe am höchsten Punkt der Erde - das erfüllt ins mit Ehrfurcht. Zum Fotografieren lädt uns der Pilot sogar in sein Cockpit ein.

Auf dem Rückflug eröffnet sich und zusätzlich ein tolles Panorama von Kathmandu, in der wir u.a. die Stupa Boudha von oben sehen konnten.

Unserer Meinung nach ist dieser Rundflug ein absolutes Muss, wenn man in Kathmandu ist.

Countryside

Beim Reisen durch Nepal muss man Zeit und Geduld mitbringen. 

Es dauert einfach länger als wir es gewohnt sind. 

Die Strecken sind kurvig und nicht besonders gut ausgebaut.

Dafür bekommt man auf dem Weg viele Ein- und Ausblicke: wir konnten so entlang der Strassen neben erneut umwerfender Natur das Leben vieler Menschen im Alltag sehen, überfüllte Busse, auf denen sogar die Dächer mit Passagieren besetzt waren, eine unendliche Karawane in Richtung Kathmandu - viele Menschen reisen an diesem Sonntag dorthin, viele arbeiten dort. Folge: übelster Traffic Jam in schwindelerregenden Höhen, es geht teilweise nichts mehr.

 

Besonders beeindruckend empfanden wir die Freundlichkeit, Gelassenheit und Gastfreundschaft der Nepalesen. Man fühlt sich wirklich frei, sich zu bewegen.

 

In der Lobby unseres Hotels in Pokhara war niemand, was uns kurz verwunderte, bis wir im Hinterhof Laute Musik wahrgenommen haben. Genau, hier war das gesamte Hotel Team beisammen, vom Eigentümer über den Manager, die Portiers bis zu den Zimmermädchen. Es ist noch Dashain, man feiert in Nepal, so auch unsere Hotel Crew. Wir ließen es uns nicht zwei mal sagen, dass wir mittanzen dürften, sehr zur Freude des gesamten Teams. Zur Belohnung wurden wir mit regionalen Leckereien bewirtet und mit nicht unerheblichen Mengen nepalesischen Gins - pur. Das verursachte ein wenig Schwindel, vertrieb aber die Magenschmerzen inkl. Begleiterscheinungen, die uns seit unserem Indien-Aufenthalt plagten. Zudem erhielten wir von unseren neuen Freunden das beste Zimmer im Obergeschoss des Hotels mit riesiger Dachterrasse und Ausblick auf den See.

 

Nepal hat sich als unglaublich tolles Land erwiesen, ob Mensch oder Natur. Hierhin kommen wir gerne zurück.

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Svenja (Montag, 02 November 2015 17:51)

    Hallo liebe Tabitha,
    Nach deinem Kommentar musste ich mir erstmal deine ganzen Nepalbeiträge durchlesen und würde am liebsten gleich wieder zurück.
    Vor allem die kurvenreiche Busfahrt nach Pokhara und das Chaos in Kathmandu habe ich ganz genauso empfunden.
    Danke für das Wecken der Erinnerungen!