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Phillip Island: Wo sich Pinguin und Koala an Traumständen "Gute Nacht" sagen

Summerland Bay
Summerland Bay

Lohnen sich die 90 Minuten Fahrt von Melbourne nach Phillip Island? Ja, ja und nochmals ja!!!!

Die groben Fakten: Phillip Island ist eine Halbinsel und beherbergt mit dem Woolamai Surf Beach einen der schönsten Surfing Spots Australiens. 

Neben den Koalas, Seehunden und den traumhaften Stränden sind vor allem die Little Penguins die Hauptattraktion.

Soviel als Überblick bevor es mit fundierter und gut recherchierter Schwärmerei weitergeht -->

Woolamai Surf Beach
Woolamai Surf Beach

Unser erster Stop ist der Woolamai Surf Beach. Schon auf dem Parkplatz bemerken wir, dass wir etwas vergessen haben: Unsere Surfbretter!!! Jede Menge Bullis mit Surfbrettern on the top parken hier und sobald wir die Holztreppe, die zum Strand herunterführt betreten, ist klar warum. Was für perfekte Wellen! 

Überhaupt sieht alles so aus wie man sich den perfekten Surfstrand vorstellt: Goldener Sand, wenige Menschen, Wasser in allen Blautönen und sich sammelnder Meeresschaum, wenn die Wellen wieder zurückgehen...

Irgendwann reißen wir uns dann doch vom Strand los, denn ein paar kleine Freunde warten doch noch auf uns. Der Koala Sanctuary kümmert sich um den Schutz der doch eher hilflosen Koalas. Sie bewegen sich langsam, können sich nicht verteidigen und fressen nur frischen Eukalyptus. Ja, sie sind schutzbedürftig. Hier leben sie in einem großen Gebiet, welches sie aber durch einen besonderen Schutzzaun vor Eindringlingen und anderen Gefahren behütet. Koalas schlafen 20 Stunden am Tag; Bewegung ist total überbewertet. So sind sie dann doch recht leicht zu erkennen und es ist faszinierend, wie man auf so dünnen Ästen in diesen Posen schlafend das Gleichgewicht behält.

Weiter fahren wir vorbei an der Cat Bay, einer wunderschönen einsamen Bucht, hin zu den Noobies. Hier lebt eine Seehundkolonie, die man allerdings auf die Ferne nicht wirklich erkennen kann. Dafür finden wir gewaltige Felsformationen, die von tosenden Wellen umspült werden. 

 

Gegen Abend geht es dann zur Pinguin Parade. Fotografiern ist verboten (da doch immer irgendjemand den Blitz nicht ausschalten konnte). Die Fotos hier stammen aus der Online-Galerie, die extra wegen des Fotografie-Verbots vom Veranstalter zur Verfügung gestellt wird. 

 

Was ist die Pinguin Parade? Auf Phillip Island leben die kleinsten Pinguine der Welt. Sie werden bis zu 30 cm groß und leben das ganze Jahr hier. 

Ihre Nester bauen sie in Felsen und Erdhöhlen und diese befinden sich in großer Zahl hier an der Bay. 

Sobald es dunkel wird, kommen sie an Land - zurück zu ihren Nestern und Jungen, um lecker Fischbrei zur Fütterung hochzuwürgen. 

 

Bevor man den Weg über den Strand wagt, sammelt man sich erstmal in größeren Gruppen und dann wird losgewatschelt. Teilweise läuft man so schnell, dass man beim Laufen vorneüberfällt. Alle nehmen genau den Weg zurück, den sie auch am Morgen ins Wasser hineingegangen sind.

 

Wenn sich die Pinguine nach ihrem Seegang wiederfinden, stimmen sie ein freudiges Begrüßungsgeschnatter an und fallen sich tatsächlich in die Flügel. Das ist so süß und rührend, dass mir die Tränen kommen. 

 

Hoffentlich entwickelt sich die Population in diesem Schutzgebiet weiter so gut und die Besucher respektieren die Privatsphäre der kleinen Pinguine, damit sie weiter frei und putzig durch diese traumhafte Natur watscheln können.

The Noobies, Phillip Island
The Noobies, Phillip Island
The Noobies, Phillip Island
The Noobies, Phillip Island

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Kommentare: 2
  • #1

    mauhe (Mittwoch, 05 März 2014 14:03)

    Sind wieder Traumbilder u gar lieblichste beschreibungen-beneidenswert-aber wir reisen ja mit hegdl

  • #2

    C&A (Sonntag, 09 März 2014 23:46)

    zuerst: haben wir nicht alle ein bisshen Koala in uns? unvorstellbar, dass es Menschen gibt, die das alles JEDEN Tag sehen dürfen!!!! unglaubliche Bilder!!