· 

Sieben Highlights in Rio De Janeiro

An was denkst Du, wenn Du Rio de Janeiro hörst?

Den Zuckehut? Die Copacabana? Die Christus-Statue? Karneval?

Stimmt alles! Aber dennoch hat Rio noch 1000 Facetten mehr. Rio ist ein Schmelztiegel aus Arm und Reich, aus herausgeputzt und heruntergekommen, aus grün und grau. Komm mit in Boheme-Stadtteile, Favelas und natürlich ins Königreich des Fußballs...

Sugar Loaf Mountain

Der Zuckerhut, ein Symbol Rios, liegt so präsent inmitten dieser Millionenstadt, dass man hier eine wunderbaren Rundum-Blick auf Rio hat. Über zwei Seilbahnen erreicht man die Spitze und kann hier in aufgeweckter Atmosphäre und bei einem Caipi beobachten, wie die Sonne langsam untergeht (spätestens um 18h). 

Santa Teresa & Lapa

Santa Teresa ist ein Boheme-Stadtteil, der unglaublich viel Charme besitzt. 

Die kleinen Häuser sind oft mit viel Streetart verziert, und es gibt jede Menge Galerien ansässiger Künstler. Das Viertel ist an einen Berg gebaut, und fast alle Straßen sind aus Kopfsteinpflaster.Auch ist Santa Teresa für die kleinen gelben Straßenbahnen bekannt.

Es gibt reizende B&Bs und großartige Restaurants in Santa Teresa. Und natürlich genug Orte an denen Du das Nationalgetränk Caipirinia in stimmungsvoller Atmosphäre bestellen kannst.

Besonders am Wochenende sind die Bars gut gefüllt, so dass sich der Bar-Bereich einfach bis auf die Straße erweitert. 

Wer danach noch tanzen gehen will, zieht weiter nach Lapa, was nicht weit entfernt ist. Eine gute Anlaufstelle hierfür ist das Rio Scenarium.



Auch die berühmte Selaron-Treppe, bestehend aus Fliesen aus aller Welt, findest Du in Santa Teresa. Sie ist das Lebenswerk des Künstlers Jorge Selaron, der 2013 verstarb. Über die Treppe kommst Du nach Rio Downtown. 


Downtown - Quer durch Rio

 

Fest steht schon einmal: Die Zeit reicht nicht.

Und übrigens scheint auch in Rio nicht immer die Sonne; dies aber nur am Rande bemerkt. 

Das Centro wird wegen der weiten Plätze und der kolonialen Bauten gerne mit Paris verglichen. Es beherbert viele Museen und das Geschäftszentrum. Während in der Woche das Leben tobt, ist hier am Sonntag alles wie ausgestorben. 

Besonders berühmt ist das Theater Muncipal - Konzertsaal und Opernhaus. 

In der unglaublich beeindruckenden Nationalbibliothek gibt es jede Stunde eine Führung, da man die Bibliothek sonst nur als Mitglied besuchen kann. Unsere Führung war allerdings ein wenig langatmig... Als die Gruppe mehrfach nicht auf "Any questions?" reagierte, wechselte unser Guide in den "before you ask"-Modus. 

Auf den Straßen und öffentlichen Plätzen finden Straßenkünstler immer ein mitmachfreudiges Publikum, vor allem wenn Rhythmus im Spiel ist. 

Mit dem Bus kommt man später wunderbar zurück nach Santa Teresa. Auch, wenn der öffentliche Nahverkehr am Anfang etwas unübersichtlich scheint.

 


Maracana

Das berühmte Stadion, in dem auch das WM-Finale stattfand.

Die Renovierung (und der damit verbundene Preisanstieg) war und ist bis heute umstritten. 

Sind die Massen an Fußballfans aber erstmal drin, wird Party gemacht. Es wird einfach das ganze Spiel durchgesungen, durchgetrommelt und Fahnen geschwenkt. Während bei uns vielleicht jeder dritte bis vierte Besuch im Trikot erscheint, sind es hier eher zwei Drittel. 

Favelas

 

Über 900 Favelas gibt es im Großraum Rio. Viele wurden in letzter Zeit befriedet, soweit dies möglich ist. Mittlerweile hat hier jeder Haushalt Saltelliten-TV, und es gibt geklärte Eigentumsverhältnisse. Man spürt eine große Geschäftigkeit, da zum Beispiel Rocinha eher eine Stadt in einer Stadt ist: Geschäfte, Friseure, Bars - alles ist hier. Die Stromleitungen sind recht eigenwillig verlegt, aber Hauptsache es funktioniert.

Natürlich sollte man hier weiterhin, besonders abends und nachts, vorsichtig sein, denn es gibt immer noch regelmäßig Schießereien. Trotz sozialem Brennpunkt tut sich jedoch etwas in Richtung Integration, was hoffentlich auch in der Zeit nach der WM weitergeführt wird. 

Christo Redentor

Die berühmte Christus-Statue - mit einem Rundum-Blick über die gesamte Stadt. Wenn sie nicht im Nebel liegt... 

Dann siehst Du weder den Christus noch die Stadt. Auch das kann passieren.  

Ansonsten ist es zu empfehlen sehr früh morgens hier anzukommen, um die massiven Besucherströme zu umgehen. 

Copacabana & Ipanema

Wie viele Lieder fallen Dir ein, in denen die Copacabana genannt wird?

Ja, genau. Und deshalb ist sie auch so ein Touristenmagnet. Eher zum Schauen als zum wirklich entspannen. 

Ipanema ist der Stadtteil der Schönen und Reichen. Und ein Traum zum Shoppen in kleinen, nicht ganz günstigen Boutiquen. 

Auch wenn die Sonne nicht scheint, ist der Stand ein Magnet mit der charakteristischen Kulisse und den kleinen Bars. 

Und wenn es regnet, sind ganz schnell die Händler unterwegs, die einem für wenig Geld bunte Einmal-Regen-Poncos verkaufen. 

Unterkunft 

Für mich war Santa Teresa der perfekte Stadtteil, auch weil Du Dich abends sicher und frei bewegen konntest. 

Gewohnt haben wir in der Casa Cool Beans, die total liebevoll und "easy-breezy" von zwei Jungs geführt wird. Sie organisieren Dir auch die Touren ins Stadion, in die Favela oder zu Sambaschulen.

Zwei Ecken weiter liegt die Bar do Gomez - perfekt für Caipi, Bier und kleine Snacks. Abends stehen die Leute hier in Gruppen bis auf die Straße raus. Ich liebe dieses abendliche Stimmengewirr! 

In Fußweite findest Du im kleinen Zentrum jede Menge richtig leckerer Restaurants zum Beispiel um eine Variation des Nationalgerichtes Moqueca zu probieren. 

Zahlen, Daten, Fakten

  • Die Zeitverschiebung zu Deutschland beträgt nur drei bzw. vier Stunden.
  • Der Flug dauert non-stop (z.B. aus Frankfurt) 11.45h
  • Für Rio sollte man mindestens drei Tage einplanen, eher mehr
  • Inlandsflüge in Brasilien sind im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern (z.B. Argentinien) günstig. Wer keine große Rundreise machen möchte, kann Rio sehr gut mit der autofreien Ilha Grande und Parati kombinieren.
  • Zum Thema Sicherheit: Verzichte auf teuren Schmuck, Handtaschen und vermeide, abends zu viele Wege zu Fuß zurückzulegen. Lieber ein registriertes Taxi nehmen. Ansonsten hilft es wirklich auf sein Gefühl zu hören. Wir haben uns relativ sicher gefühlt (bis auf die Taxifahrt spät abends vom Flughafen durch einsame Hafengegenden und Lagerhäuser). 

Kommentar schreiben

Kommentare: 9
  • #1

    Christine (Samstag, 12 Dezember 2015 12:06)

    Also gerade das Foto der Nachtansicht und der Sonnenuntergang haben mich gerade wirklich fasziniert! Obwohl die Stadt eigentlich bisher gar nicht auf meiner Liste stand... aber die Fotos sehen toll aus!

    Oh ja! Das kann ich nur bestätigen. Man kriegt ja leider wirklich nicht mehr an vielen Orten einen Kulturschock (an manchen Orten war ich glatt ein wenig enttäuscht, dass es eben nicht mehr so "ursprünglich" war, wie ich gedacht hätte). Aber Japan gehört echt dazu. Die erhalten sich ihre Marotten und Sitten wirklich gut und das macht dann auch einfach Spaß. ;)

  • #2

    Paleica (Montag, 14 Dezember 2015 08:42)

    sehr beeindruckende bilder, tolle farben, wunderschöne ausblicke!

  • #3

    Tabitha (Montag, 14 Dezember 2015 18:31)

    @Christine: Auch, wenn der Kulturschock nicht ganz so groß ist, kann man in Rio ganz wunderbare Ein- und Ausblicke gewinnen...

    @Paleica: Dankeschön! Irgendwie hatte ich mir Rio ja 365 Tage mit Sonnenschein vorgestellt, aber so war es sehr vielseitig zu betrachten.

  • #4

    Bee (Montag, 14 Dezember 2015 19:12)

    Ich komme wirklich für deine tollen Bilder auf deinen Blog. Die sind großartig. Auch die Zusammenstellung deiner Kollagen gefallen mir sehr. Ganz wunderbar..... Darf ich fragen, welche Kamera du benutzt?

    Liebe Grüße, Bee

  • #5

    Ela (Dienstag, 15 Dezember 2015 09:46)

    Ohh ich liebe Rio! War seit Ewigkeiten nicht mehr dort und würde so gern nochmal hin. Danke für die schönen Fotos, die wecken Erinnerungen.. :)
    Liebe Grüße
    Ela

  • #6

    Tabitha (Dienstag, 15 Dezember 2015 19:28)

    @Bee: Dankeschön, da freu ich mich sehr drüber!!! Fotografiert sind die meisten Bilder mit einer Nikon D5000. In seltenen Fällen nutze ich noch das Iphone (wenn es unauffälliger sein soll wie z.B. in Vietnam auf dem Markt).

    @Ela: Ich freu mich auch immer über geweckte Erinnerungen. Vielleicht verschlägt es Dich ja mal wieder an den Zuckerhut...

  • #7

    Neni (Donnerstag, 17 Dezember 2015 09:19)

    Ich muss schon sagen, dass ich ziemlich neidisch bin. Was für ein tolles Erlebnis, einfach wow.

  • #8

    Tabitha (Sonntag, 20 Dezember 2015 09:11)

    Dankeschön, liebe Neni. Ja, das war wirklich ein tolles Erlebnis. Manchmal kann man im Nachhinein kaum glauben, dass man selbst da oben stand, wenn man Bilder vom Zuckerhut sieht.

  • #9

    Andreas Nöthen (Freitag, 29 April 2016 20:09)

    Hübscher Beitrag, tolle Fotos. Nur eine Kleinigkeit: die Zeitverschiebung ist im Südherbst bzw -winter 5 Stunden.