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Foodlove in Vietnam - Vom Markt auf den Tisch

An Bang Markt
An Bang Markt
An Bang Markt
An Bang Markt


An Bang, es ist 6h morgens, der Wecker klingelt. Der kleine Ort liegt nur wenige Kilometer von Hoi An entfernt und von unserer Unterkunft, einem kleinen Homestay mit zwei Zimmern, laufen wir 200 Meter bis zum feinsandigen Strand.

Warum also um alles in der Welt um 6h aufstehen?

6.30h - Wir sind mit Duic, der guten Seele unserer Unterkunft, verabredet, um auf den Markt zu gehen. Und später, so erklärt sie uns, sollte man wirklich nicht dran sein. Es ist nicht weit, nur zweimal um die Ecke. Wir wollen heute vietnamesisch kochen und alle Zutaten sollen frisch erstanden werden. Der Markt ist klein, aber total original. Außer uns nur Einheimische.

Und Duic hatte Recht: Um 7h ist der Squid schon ausverkauft. Aber wir erstehen Garnelen und einen Fisch von heute Nacht, der vor unseren Augen ausgenommen wird. Und frischen Tofu. Dann geht es weiter zum Gemüse: Zwiebeln, Ingwer, Möhren, Knoblauch, Koriander, Chili und Morning Glory. Und Reis natürlich.

Wenn wir Besen, Töpfe und andere Haushaltsgeräte benötigen würden, könnten wir sie auch hier kaufen. Um 9.30h wird der Markt spätestens schließen; schließlich ist man schon seit 5.30h am Werke. Überhaupt sind die Vietnamesen Frühaufsteher und unglaublich fleißig. Ich mag ihre zurückhaltende Freundlichkeit, die uns auch hier auf dem Markt an jeder Ecke begegnet. 


Marktimpressionen

Little Cooking Class


Mit den frisch erstandenen Einkäufen geht es zurück in die kleine Küche unserer Unterkunft.

Beim Morning Glory müssen die Spitzen entfernt werden. Das dauert verdammt lange.

Wir schneiden das Gemüse klein und säubern die Garnelen. 

Duic bereitet den Fisch zu: Auswaschen und dann einschneiden, damit das Aroma dann besser einziehen kann. 

Und natürlich wird der Reiskocher angeworfen - das Essential jeder asiatischen Küche.



Nach ca. 2,5 Stunden ist es endlich soweit: Essen ist fertig. Es gibt:

Morning Glory - einfach in Knoblauch und Öl zubereitet. 

Gebratenen Tofu - mit Tomaten-Zwiebel-Sauce.

Fisch - der tief das Zwiebel-Möhren-Aroma aufgenommen hat

Und mein absolutes Highlight: Die Garnelen - angebraten mit Ingwer, Lauch und Chili. 

Am Meer

An Bang Beach
An Bang Beach


Am späten Nachmittag kann man am An Bang Beach beobachten wie sich die Fischer auf den Weg machen. 

Überhaupt ist der Stand wunderschön und relativ leer. Es gibt einige familiengeführte "Strandbars" - ein paar Liegen und eine Speisekarte. Wenn Du etwas bestellst, geht ein Familienmitglied und Dorf und kocht dies in der heimischen Küche. 

Das Meer ist perfekt!!!! 

Wenn, dann ist jetzt wahrscheinlich noch die ideale Zeit für einen Besuch. Wir haben auf dem Weg aus Da Nang schon jede Menge für den Bau von Resorts reservierte Plätze am Meer gesehen.  Es wird sicher voller werden an diesem schönen Stück Erde.

Das abendliche Event

An Bang Beach
An Bang Beach


Am Abend schlenderten wir den Strand entlang. "Schau mal, was ist denn da hinten los?" frage ich. Es sieht aus wie ein riesiger Menschenauflauf. Und das ist es auch. Wir kommen näher. Unendliche viele Kinder mit Schwimmwesten im Wasser, Familien auf Picknickdecken. Und natürlich wieder jede Menge zu Essen. 

Im Laufe der Woche lernen wir: Das ist hier jeden Abend so!

Und das macht mich unglaublich glücklich: Dass die Menschen hier nicht nur am Meer leben, sondern es jeden Tag mit der ganzen Familie nutzen! 

Zahlen, Daten, Fakten

  • Gewohnt haben wir im Local Beach Homestay und das war uneingeschränkt empfehlenswert.
  • Mit dem Fahrrad fährt man von hier ca. 30 Minuten nach Hoi An.
  • Vom Flughafen in Da Nang sind es ca. 45 Minuten Fahrzeit.
  • Für einen Ausflug nach Hue kann man hier problemlos einen Fahrer organisieren und benötigt dann den ganzen Tag, denn die Fahrt dauert jeweils ca. 3 Stunden. 
  • Am Strand kann man sich auch frische Kokosnüsse bestellen, die dann irgendwo im Ort vom Baum geholt werden. 

Noch nicht genug von Vietnam? Hier gehts ins lebendige Hanoi


Zu diesem Artikel hat mich Gudruns Blogparade Märkte aus aller Welt inspiriert. Auf Reisebloggerin.at berichtet sie bildreich von Österreich und der ganzen Welt. 

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Kommentare: 4
  • #1

    Gudrun (Dienstag, 08 Dezember 2015 18:13)

    Eine super Idee, einen Marktbesuch mit einem Kochkurs zu verbinden. Danke für Deinen Beitrag zur Blogparade!

  • #2

    Tabitha (Mittwoch, 09 Dezember 2015 20:28)

    Liebe Gudrun, sehr gerne.
    Die Idee fand ich ganz toll, weil man kaum irgendwo tiefer ins Leben eintauchen kann.

  • #3

    Marion (Samstag, 19 Dezember 2015 17:06)

    Hallo Tabitha,
    ein toller Bericht! Dein Kochkurs mit Marktbesuch klingt sehr verlockend. Und das abendliche Strand-Event muss toll sein, das würde mir bestimmt auch gefallen :-)
    Liebe Grüße,
    Marion

  • #4

    Tabitha (Sonntag, 20 Dezember 2015 08:59)

    Hallo Marion,
    das Strandevent war ein unglaubliches Gewusel; da hättest Du bestimmt Deine Freude dran - so mitten im Leben.
    Liebe Grüße, Tabitha